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Answered

Fristen für Wiedereingliederung

  • January 29, 2026
  • 1 Antwort
  • 29 Aufrufe

Wie bildet ihr in Personio längere bzw. wiederholte Krankheitszeiten korrekt im Hinblick auf die BEM-Prüfung ab?

Hintergrund:
Ein betriebliches Eingliederungsmanagement (BEM) muss angeboten werden, wenn Mitarbeitende länger als 6 Wochen ununterbrochen oder wiederholt innerhalb von 12 Monaten arbeitsunfähig sind (§ 167 Abs. 2 SGB IX). Maßgeblich sind dabei 6 Wochen = 42 Kalendertage, nicht Arbeitstage.

In der Praxis haben wir jedoch folgende Herausforderungen in Personio:

  • Mitarbeitende sind wiederholt krank, z. B. erst 1 Woche, dann 2 Wochen per Folgebescheinigung usw.

  • In Personio werden für Auswertungen primär Arbeitstage erfasst.

  • Im Teamkalender sollen aus Datenschutzgründen keine sensiblen Abwesenheitsdetails sichtbar sein – dadurch ist die Nachvollziehbarkeit zusätzlich erschwert.

  • Teilweise werden bei Krankmeldungen auch Wochenenden mitgezählt, was unsere internen Auswertungen verfälscht, da wir eigentlich wissen müssen, an wie vielen Arbeitstagen jemand ausgefallen ist, nicht wie viele Kalendertage die AU insgesamt umfasst.

👉 Wie löst ihr das in der Praxis?

  • Nutzt ihr spezielle Reports oder individuelle Exporte?

  • Rechnet ihr Kalendertage außerhalb von Personio nach?

  • Gibt es eine bewährte Best Practice, um die 42-Kalendertage-Grenze für BEM sauber und rechtssicher im Blick zu behalten?

Ich freue mich sehr über eure Erfahrungen und Lösungsansätze!“

Beste Antwort von Andrea B.

Hallo ​@Nicole O. , 

 

das Thema ist leider nicht neu und wurde in der Community schon mehrfach besprochen. 

Man kann sich einen Bericht erstellen, in dem man eine Mitteilung bekommt wenn jemand viel krank ist. Mein Bericht nimmt aber nicht die 42 Tage sondern 35. Das liegt daran, dass die 42 Tage nur bei einer 5 Tage Woche greift. Je weniger Tage gearbeitet werden, desto eher muss der Bericht über eine eventuelle Langzeiterkrankung die/den HR wachklingeln. 

Eine von vielen Herausforderungen sind die Langzeiterkrankten, die nicht am Stück 6 Wochen krank sind, sondern mit der gleichen Diagnose über einen Zeitraum von 365 Tagen. Als Arbeitgeber bekommen wir nie eine Diagnose, auch wenn wir nett lächeln und die Krankenkasse anrufen. 

Wenn mein Bericht sagt: Achtung es KÖNNTE eine Langzeiterkrankung vorliegen, gebe ich alles an die Steuerberaterin und sie macht dann den Abruf: Anfrage auf Vorerkrankungen. Sie meldet mir dann: Ja, ist raus aus der Lohnfortzahlung, BEM kann beginnen, oder auch nicht. 
Der Bericht läuft über Tage, nicht über Arbeitstage. Somit ist das Wochenende mit dabei. 
 

 


Vielleicht hilft dir das weiter. 

Schönes Wochenende. 
LG 

1 Antwort

Andrea B.
Community Superstar
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  • Community Superstar
  • Antwort
  • January 30, 2026

Hallo ​@Nicole O. , 

 

das Thema ist leider nicht neu und wurde in der Community schon mehrfach besprochen. 

Man kann sich einen Bericht erstellen, in dem man eine Mitteilung bekommt wenn jemand viel krank ist. Mein Bericht nimmt aber nicht die 42 Tage sondern 35. Das liegt daran, dass die 42 Tage nur bei einer 5 Tage Woche greift. Je weniger Tage gearbeitet werden, desto eher muss der Bericht über eine eventuelle Langzeiterkrankung die/den HR wachklingeln. 

Eine von vielen Herausforderungen sind die Langzeiterkrankten, die nicht am Stück 6 Wochen krank sind, sondern mit der gleichen Diagnose über einen Zeitraum von 365 Tagen. Als Arbeitgeber bekommen wir nie eine Diagnose, auch wenn wir nett lächeln und die Krankenkasse anrufen. 

Wenn mein Bericht sagt: Achtung es KÖNNTE eine Langzeiterkrankung vorliegen, gebe ich alles an die Steuerberaterin und sie macht dann den Abruf: Anfrage auf Vorerkrankungen. Sie meldet mir dann: Ja, ist raus aus der Lohnfortzahlung, BEM kann beginnen, oder auch nicht. 
Der Bericht läuft über Tage, nicht über Arbeitstage. Somit ist das Wochenende mit dabei. 
 

 


Vielleicht hilft dir das weiter. 

Schönes Wochenende. 
LG