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Answered

Budget für Homeoffice-Ausstattung (Lst. /SV)

  • October 21, 2020
  • 3 Antworten
  • 693 Aufrufe

Liebe Community,

gerade gibt es ja die unterschiedlichsten Ideen wie man zusätzliche Homeoffice-Arbeitsplätze ausstattet. Standard scheint ja quasi schon das sog. Budget pro Mitarbeiter zu werden, damit dieser sich seinen 2. Arbeitspaltz im Homeoffice Arbeitsplatz ausstatten kann. Wer kann insights geben:

  • welche Höhe ist da üblich?
  • ist das dann Firmeneigentum oder privateigentum des Mitarbeiters?
  • Meines Wissens ist das Budget voll steuer- und sozialversicherungspflichtig - damit für den AG eigentlich voll teuer (alternativ kann man derzeit noch bis 31.12.20 die Corona-Sofort-Hilfe dafür anwenden, aber was wenn diese nicht mehr für 2021 verlängert wird)

Wir haben einen guten Standard für die Erstausstattung im Office aber stattet ihr alle auch einen 2. Heimarbeits/remoteArbeitsplatz voll aus? Wir wollen z.B. nicht, dass jeder Miatrbeiter 4 Monitore bekommt… Hin- und hertragen ist ja aber auch nicht praktikabel.

Welche Erfahrungen/Modelle wendet ihr an und wie ist das in der Payroll dann?

Danke & Gruß

Beste Antwort von Elisa

Hi @Martina Zens,
 

leider kann ich Dir zur Höhe des Budgets und den rechtlichen Rahmenbedingungen keine Auskunft geben. Vielleicht haben andere Community User hierzu weiteren Input?

Als Erfahrungswert möchte ich gerne teilen, wie wir das Ganze bei Personio handhaben: Intern fassen wir in einem Confluence Artikel alles Relevante rund um das Thema “Corona Updates & Remote Set-up” zusammen. In diesem Artikel sind wichtige Updates, aber auch alle Goodies, die zur Auswahl stehen, oder Tipps & Tricks (bspw. Shortcuts oder Rezepte) um den Alltag remote zu erleichtern, enthalten. Mitarbeiter*innen haben zudem die Möglichkeit, Büromaterial (bspw. den zweiten Bildschirm oder Bürostuhl) mit nach Hause zu nehmen, es wird dokumentiert welcher Mitarbeiter*in welches Material derzeit remote nutzt.
 

Um das bereitgestellte Material oder Budget in Personio zu dokumentieren könntet Ihr eine eigene Sektion bspw. “Remote Set-up” anlegen und dieser Attribute wie etwa “Budget gesamt”, “Budget bereits genommen”, “Material” usw. anlegen (eventuell würde hierfür auch das Anlegen von mehreren Attributen bpsw. “Bildschirm”, “Stuhl” usw. Sinn machen (Attributstyp: Auswahlliste Ja/Nein) um zu dokumentieren, was bereits erhalten wurde). Diese Attribute können in den Einstellungen > Gehalt & Lohnbuchhaltung hinterlegt werden (unter Attribute und Vergütungsarten im Reiter Personaldaten), damit diese ebenfalls in der vorbereitenden Lohnbuchhaltung enthalten sind und so an das Steuerbüro übermittelt werden.

 

Ich bin gespannt, was die Community noch an weiteren Ideen oder Best Practices teilt :)

 

LG Elisa

 

 

3 Antworten

Elisa
Ehem. Personio Mitarbeiter*in
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  • Ehem. Personio Mitarbeiter*in
  • Antwort
  • October 23, 2020

Hi @Martina Zens,
 

leider kann ich Dir zur Höhe des Budgets und den rechtlichen Rahmenbedingungen keine Auskunft geben. Vielleicht haben andere Community User hierzu weiteren Input?

Als Erfahrungswert möchte ich gerne teilen, wie wir das Ganze bei Personio handhaben: Intern fassen wir in einem Confluence Artikel alles Relevante rund um das Thema “Corona Updates & Remote Set-up” zusammen. In diesem Artikel sind wichtige Updates, aber auch alle Goodies, die zur Auswahl stehen, oder Tipps & Tricks (bspw. Shortcuts oder Rezepte) um den Alltag remote zu erleichtern, enthalten. Mitarbeiter*innen haben zudem die Möglichkeit, Büromaterial (bspw. den zweiten Bildschirm oder Bürostuhl) mit nach Hause zu nehmen, es wird dokumentiert welcher Mitarbeiter*in welches Material derzeit remote nutzt.
 

Um das bereitgestellte Material oder Budget in Personio zu dokumentieren könntet Ihr eine eigene Sektion bspw. “Remote Set-up” anlegen und dieser Attribute wie etwa “Budget gesamt”, “Budget bereits genommen”, “Material” usw. anlegen (eventuell würde hierfür auch das Anlegen von mehreren Attributen bpsw. “Bildschirm”, “Stuhl” usw. Sinn machen (Attributstyp: Auswahlliste Ja/Nein) um zu dokumentieren, was bereits erhalten wurde). Diese Attribute können in den Einstellungen > Gehalt & Lohnbuchhaltung hinterlegt werden (unter Attribute und Vergütungsarten im Reiter Personaldaten), damit diese ebenfalls in der vorbereitenden Lohnbuchhaltung enthalten sind und so an das Steuerbüro übermittelt werden.

 

Ich bin gespannt, was die Community noch an weiteren Ideen oder Best Practices teilt :)

 

LG Elisa

 

 


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Hallo Martin, 

 

Bei uns dürfen die MA bei Bedraf auch Bildschirme usw. nach Hause mitnehmen. Im Dezember nutzen wir nun die Coronaprämie und zahlen jeden aktiven MA 250,- € aus. die kann dann jeder MA frei für Anschaffungen für den Remote-Arbeitsplatz nutzen.

 

LG

 

David


  • First Steps
  • May 5, 2026

Hallo zusammen,

der Beitrag ist zwar schon etwas älter, aber das Thema ist im hybriden Arbeiten weiterhin sehr relevant – gerade, weil viele Unternehmen inzwischen merken, dass ein einfaches Homeoffice-Budget oft nicht die beste Lösung ist.

Aus meiner Sicht gibt es im Wesentlichen drei Modelle:

1. Pauschales Budget / Erstattung

Das klingt zunächst unkompliziert, ist in der Praxis aber häufig wenig zielgerichtet. Wenn Mitarbeitende einfach einen Betrag zur freien Verfügung bekommen, ist nicht sichergestellt, dass daraus wirklich ein ergonomischer und produktiver Arbeitsplatz entsteht.

Im schlimmsten Fall wird das Budget für Dinge genutzt, die mit einem professionellen Homeoffice-Arbeitsplatz wenig zu tun haben – überspitzt gesagt eher für eine Xbox, einen Drucker, der kaum genutzt wird, oder sonstige Anschaffungen, die zwar irgendwie unter „Homeoffice“ laufen, aber keine echte Wirkung auf Gesundheit, Produktivität oder Arbeitsfähigkeit haben.

Für das Unternehmen heißt das: Es entstehen Kosten, aber der Effekt ist schwer messbar. Zusätzlich bleiben Fragen zu Belegen, Erstattung, steuerlicher Behandlung und Kontrolle.

2. Firmenequipment wird nach Hause gegeben

Auch das wirkt zunächst pragmatisch: Bildschirm, Stuhl oder Tisch werden einfach aus dem Büro mitgenommen. Bei wenigen Personen kann das funktionieren. Sobald es aber skaliert, wird es schnell sehr aufwändig.

Man muss dokumentieren, wer welches Equipment hat, in welchem Zustand es ist, ob es vollständig zurückkommt, was bei Defekten passiert und wie der Prozess beim Offboarding aussieht. Gerade Austritte sind oft der Pain Point: Rückgabe organisieren, nachfassen, Zustand prüfen, fehlende Teile klären, ggf. Ersatz oder Abschreibung behandeln.

Auch steuerlich und buchhalterisch kann das unübersichtlich werden, wenn keine saubere Struktur dahinterliegt. Am Anfang spart man vielleicht Zeit, später entsteht aber viel manuelle Arbeit für HR, Finance, IT oder Office Management.

3. Strukturierter Bereitstellungsprozess / Leasing-Modell

Langfristig halte ich deshalb einen strukturierten Bereitstellungsprozess für deutlich sinnvoller. Der Arbeitgeber definiert einen Rahmen, z. B. welche Produktkategorien und Budgets zulässig sind. Mitarbeitende wählen dann innerhalb dieses Rahmens die passende Ausstattung aus – aber eben nicht völlig frei und nicht über eine private Anschaffung.

Der große Vorteil: Es läuft nicht über Payroll, weil kein Geld an Mitarbeitende ausgezahlt und keine private Anschaffung erstattet wird. Stattdessen handelt es sich um eine geregelte Bereitstellung von Arbeitsmitteln bzw. eine laufende Service- oder Leasingrechnung. Damit entfallen viele typische Themen rund um individuelle Erstattungen, Belegprüfung und Lohnabrechnung.

Gleichzeitig werden Lieferung, Dokumentation, Laufzeit, Defekte und Rückgabe deutlich sauberer abgebildet. Gerade beim Offboarding ist das ein großer Unterschied, weil Rückabwicklung und Asset-Prozess von Anfang an mitgedacht sind.

Wir beschäftigen uns bei onyo (www.onyo.de) genau mit solchen Prozessen rund um Homeoffice-Ausstattung. Mein Learning daraus: Wenn man Homeoffice-Ausstattung nicht als frei verfügbares Budget, sondern als professionellen Bereitstellungsprozess denkt, wird es für Mitarbeitende besser und für HR, Finance und Office Management deutlich einfacher.

Die Kosten sind dabei oft deutlich niedriger, als viele zunächst erwarten – im Schnitt liegen sie bei etwa 25 € pro Mitarbeitendem und Monat.

Viele Grüße
Jens