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Abwesenheitstyp, der das Gehalt beeinflusst (abrechnungsrelevant), aber keine Auswirkungen auf die Urlaubsansprüche hat


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Hallo zusammen,

In Österreich gibt es eine besondere Situation in Bezug auf die Elternkarenz, die nur Mütter betrifft. Der österreichische Gesetzgeber unterscheidet zwischen Mutterschutz (nur für Frauen gültig) und Elternkarenz.

Der Mutterschutz beginnt 8 Wochen vor dem errechneten Geburtstermin und endet 8 Wochen nach der Entbindung. Während dieser Zeit darf die Arbeitnehmerin nicht arbeiten und erhält ihr Gehalt vom Staat (keine Gehaltszahlung durch das Unternehmen). Dennoch gilt diese Zeit weiterhin als Teil des Arbeitsverhältnisses, sodass die Mitarbeiterin weiterhin Urlaubsansprüche aufbaut.

Während der Elternkarenz (beginnt 8 Wochen nach Geburt) ruht das Arbeitsverhältnis tatsächlich – es wird kein Gehalt gezahlt, und es entstehen keine Urlaubsansprüche.

Aktuell gibt es jedoch keine Abwesenheitsoption, die den Mutterschutz korrekt abbildet (kein Gehalt, aber Urlaubsanspruch in dieser Zeit). Das System behandelt die Mitarbeiterin so, als wäre sie bereits in Elternkarenz (kein Gehalt, kein Urlaubsanspruch). Dadurch endet die Urlaubsansammlung bereits mit Beginn des Mutterschutzes anstatt erst mit dem Start der Elternkarenz.

Gibt es eine vorgeschlagene Lösung für eine Abwesenheitsart, die die Urlaubsanspruchsregelung unberührt lässt und nur die Gehaltsabrechnung beeinflusst?

Danke und beste Grüße,
Stefan

Beste Antwort von lbrk

Hi,

auch eine nicht-abrechnungsrelevante Abwesenheitsart kann einen Einfluss auf die Sollstunden haben 🙂

Es gibt hier zwei verschiedene Einstellungen:

  1. An der Abwesenheitsart: Die Checkbox “Anwesenheiten während Abwesenheitsperioden als Überstunden werten?” → wenn die gesetzt ist, reduzieren sich mit Erfassung der Abwesenheitsart die Sollstunden. Die müsstest du für die Abwesenheitsart Mutterschutz setzen.
  2. In den Einstellungen zu Gehalt & Lohnbuchhaltung: dort kannst du im Reiter “Abwesenheit” Abwesenheitsarten hinterlegen, die sich aufs Gehalt auswirken können. Das heißt, wenn du Mutterschutz hier einträgst, erscheinen Abwesenheitseinträge dazu in der Lohnbuchhaltung als Information im Bereich “Abwesenheiten”. Es wird aber nicht automatisch das Gehalt nullen, sondern wirkt nur informativ.

Aber grundsätzlich hast du Recht, so ganz ohne manuelles Eingreifen lässt sich dein Anwendungsfall nicht lösen 🙂 

Viele Grüße

lbrk

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5 Antworten

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  • 26. Februar 2025

Hi,

mir fällt kein Weg ein, das rein über die vorhandenen Abwesenheitseinstellungen zu regeln. Ich könnte mir folgenden Workaround vorstellen:

  1. “Mutterschutz” als nicht-abrechnungsrelevante Abwesenheitsart einstellen
  2. Den Mutterschutz für die werdende Mutter hinterlegen
  3. Für die 8 Wochen Mutterschutz für die betroffene Person ein Gehalt von 0 € einstellen
  4. Nach den 8 Wochen wieder das normale Gehalt vorbelegen (mehrere Gehaltsänderungen können ja zum Glück schon im Voraus terminiert werden, sodass man da dann nicht nach acht Wochen nochmal dran denken muss)
  5. Im Anschluss an den Mutterschutz die Elternzeit mit einer entsprechenden Auszeit hinterlegen

Ist nicht besonders elegant, sollte aber funktionieren 😊

VG

lbrk


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  • 27. Februar 2025

Hi und danke für deine Antwort,

wenn ich eine nicht-abrechnungsrelevante Abwesenheitsart hinterlegen würde, müsste ich aber auch den work-schedule anpassen, da ja sonst Minusstunden anfallen würden und es wären dadurch wieder manuelle Anpassungsschritte notwendig, wenn ich jetzt nicht etwas übersehen habe?

Dann wäre es quasi ähnlicher Aufwand, ob ich den Urlaub manuell abgrenze oder den work schedule + Gehalt anpasse.

LG Stefan


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  • Antwort
  • 27. Februar 2025

Hi,

auch eine nicht-abrechnungsrelevante Abwesenheitsart kann einen Einfluss auf die Sollstunden haben 🙂

Es gibt hier zwei verschiedene Einstellungen:

  1. An der Abwesenheitsart: Die Checkbox “Anwesenheiten während Abwesenheitsperioden als Überstunden werten?” → wenn die gesetzt ist, reduzieren sich mit Erfassung der Abwesenheitsart die Sollstunden. Die müsstest du für die Abwesenheitsart Mutterschutz setzen.
  2. In den Einstellungen zu Gehalt & Lohnbuchhaltung: dort kannst du im Reiter “Abwesenheit” Abwesenheitsarten hinterlegen, die sich aufs Gehalt auswirken können. Das heißt, wenn du Mutterschutz hier einträgst, erscheinen Abwesenheitseinträge dazu in der Lohnbuchhaltung als Information im Bereich “Abwesenheiten”. Es wird aber nicht automatisch das Gehalt nullen, sondern wirkt nur informativ.

Aber grundsätzlich hast du Recht, so ganz ohne manuelles Eingreifen lässt sich dein Anwendungsfall nicht lösen 🙂 

Viele Grüße

lbrk


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  • 27. Februar 2025

Danke für deine Erläuterungen.


Lucie B
Community Manager
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  • 27. Februar 2025

Hi ​@Stefan Hajek

konnte Dir ​@lbrk weiterhelfen? Dann wähle bitte noch eine „Beste Antwort“ für diesen Post aus 😊

Viele Grüße
Lucie 


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